Get dressed

Mir ist schon des öfteren aufgefallen, dass so einige Leute, auch solche die an sich gerne kochen, sich an Salatdressings nicht so richtig herantrauen…da wird dann schnell mal ein Tütchen aufgemacht – völlig unnötigerweise, denn nichts ist schneller und leichter zuzubereiten als ein Dressing.
Eine gute Salatsauce braucht für mich, neben Öl, eine saure und eine süße Komponente. Außerdem gebe ich gerne etwas Senf dazu um die Emulsion aus Fett und einer wässrigen Säure zu stabilisieren – außerdem schmeckt es so besser.

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Ich möchte euch heute 3 verschiedene Dressings vorstellen um ein bisschen Abwechslung in euren Salat zu zaubern. Neben der klassischen Vinaigrette, dem alten Schreckgespenst, möchte ich euch auch noch eine fruchtige und eine asiatisch inspirierte Variante vorstellen.

Die Basis eines guten Dressings ist ein gutes Öl und deshalb möchte ich heute euch ein neues tolles Öl vorstellen: Das „Bio Algen-Öl“ von Lüttge. Basis für dieses Öl sind Olivenöl und mein All-Time-Favourite Walnussöl. Die „Geheimzutat“ ist allerdings die winzige Alge Chlorella vulgaris. Dieser kleine Einzeller ist voll mit lauter guten Sachen: Proteine, Ballaststoffe und Chlorophyll. Besonders für Veganer ist auch der hohe Bestandteil an Vitamin B12 und Omega-3-Fettsäuren interessant (deshalb ist der ganze Post heute mal veganer-freundlich). Das Öl hat einen tollen würzig-nussigen Geschmack und eine hübsche tiefgrüne Farbe die durch kräftiges schütteln noch intensiver wird.  Das Öl könnt ihr hier bestellen.

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Jetzt aber zu den Dressings. Eine klassische Vinaigrette besteht ja eigentlich nur aus Essig und Öl und wird, da das alleine ja etwas langweilig ist, gerne um ein paar weiteren Zutaten ergänzt. Ich mach das eigentlich immer frei nach Schnauze, aber für alle die sich da unsicher sind gibt es heute das Rezept:

einfache Vinaigrette
• 3 Esslöffel Öl (z.B. Bio Algen-Öl von Lüttge oder Olivenöl)
• 2 Esslöffel Essig (z.B. Balsamico)
• 1 Teelöffel Honig
• 1 Teelöffel Senf (nicht zu scharf)

Die Zutaten werden einfach miteinander verrührt oder in einem Einmachglas kräftig geschüttelt und schon hat man ein Dressing das zu den meisten Salaten passt: zum griechischen Salat, Caprese oder wie in meinem Fall zu einer gefüllten Avocado mit Pinienkernen, Tomaten und Schafskäse.

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Für erdigere oder bittere Salate, z.B. mit Chicorée oder roter Beete, darf es für mich gerne etwas fruchtiger sein. Dann benutze ich gerne Himbeeressig oder Zitrone als saure Komponente. Für das Rote-Beete-Carpacchio mit Ziegenkäse, Orangenfilets und Walnüssen habe ich folgende Vinaigrette-Variante ausprobiert:

fruchtige Vinaigrette:

  • 3 Esslöffel Öl (z.B. Bio Algen-Öl von Lüttge oder Walnussöl)
  • 1 Esslöffel Zitronensaft
  • 2 Esslöffel Orangensaft
  • 1 Teelöffel Ahornsirup
  • 1 Teelöffel körniger Senf

Für Salate mit einem asiatischen Touch, wie z.B. einem Glasnudelsalat mit Asia-Gemüse und Sesam-Tofu, passe ich  die Vinaigrette wieder ein bisschen an.

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Asia-Dressing:

  • 2 Esslöffel Öl (z.B. Bio Algen-Öl von Lüttge oder Sesamöl)
  • 2 Esslöffel Zitronensaft
  • 2 Esslöffel dunkle Sojasauce
  • 3 cm Ingwer (gerieben)
  • 1 Chili (gehackt)

Obwohl sich dieser Post ja eigentlich um Dressings drehen soll, möchte ich euch das Rezept für den Sesamtofu nicht vorhalten. Auf diese Weise kriegt man nämlich sogar Supermarkt-Tofu lecker hin:

Sesam-Tofu

  • 200 g Tofu
  • 2 Esslöffel Kichererbsenmehl
  • 3 Esslöffel Sojasauce
  • 2 Esslöffel Zitronensaft
  • 2 Esslöffel dunkler Sesam
  • 2 Esslöffel heller Sesam
  • Erdnussöl zum anbraten

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Tofu in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden. Kichererbsenmehl mit Sojasauce und Zitrone glattrühren. Wenn die Masse dann immer noch eher fest als dickflüssig ist 1-2 Esslöffel Wasser dazugeben. Die Tofustreifen durch die diese Masse ziehen und von beiden Seiten mit etwas hellem und dunklem Sesam bestreuen. Das Öl in einer Pfanne erhitzen und den Tofu von beiden Seiten scharf anbraten.
Ich hoffe ich konnte den einen oder anderen von der Fertig-Dressing-Abstinenz überzeugen und davon auch bei der Salatsauce mal etwas Neues auszuprobieren.

Heute möchte ich euch außerdem das neue Album von Lake Street Dive ans Herz legen (geht runter wie Öl ;-)). „Side Pony“ ist ein sehr souliges Album und erinnert mich an manchen Ecken ein bisschen an Amy Winehouse, auch wenn es doch was ganz eigenes ist. Als Grüß aus der Küche präsentiere ich euch „Hell Yeah“.

Cook`n`Roll,
Schani

 

 

 

 

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