Blaubeer-Lavendel-Macarons

Macarons backen habe ich mit Aurelie Bastians wunderschönem Blog französisch kochen gelernt. Ich habe es davor schon zweimal probiert aber erst mir ihren Tipps und ihrem Rezept sind sie wirklich schön geworden.

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Ich bin an sich kein Fan von eingefärbten Lebensmitteln – sowas wie einen Rainbowcake oder einen Papageienkuchen werdet ihr auf meinem Blog sicher nicht finden. Bei Macarons allerdings hat mich das nie besonders gestört, denn die Farbe entspricht ja meist dem Geschmack-Rot für Erdbeer, gelb für Zitrone usw. – man weiß also worauf man sich einlässt.

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Als ich aber in letzter Zeit immer häufiger von Fruchtpulvern aus gefriergetrockneten Früchten gehört habe, dachte ich, dass das vielleicht auch eine gute Möglichkeit wäre die Schalen einzufärben und ihnen gleichzeitig noch etwas Geschmack über die Mandel hinaus mitzugeben. Ich hab im Netz Blaubeer- und Himbeerpulver bestellt und hab mich erstmal über die kräftigen Farben gefreut.

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Im Teig war die Farbe dann nicht mehr ganz so kräftig und im gebackenen Zustand sind sie noch etwas blasser geworden aber die Fruchtnote in den Schalen war auf jeden Fall ein Plus und hübsch finde ich sie trotz ihrer royalen Blässe. Auch zu der Ganache habe ich neben Blaubeermarmelade noch etwas von dem Pulver gegeben und ich kann euch sagen, sie ist zum niederknien. Lavendel ist sicherlich nicht jedermanns Liebling aber in geringen Dosen harmoniert das blumige mit dem fruchtigen und kann vielleicht auch die, die sich immer an Duftsäckchen erinnert fühlen, überzeugen.

Blaubeer-Lavendel-Macarons (ergibt 20 Stück)

Blog_20150620-3Für die Schalen:

  • 85 g geschälte gemahlene Mandeln
  • 150 g Puderzucker
  • 72 g Eiweiß
  • 20 g Zucker
  • 8 g Blaubeerpulver

Für die Füllung:

  • 100 g Sahne
  • 1 Tl getrockneter Lavendel
  • 200 g weiße Schokolade
  • 2 El Blaubeermarmelade
  • 1/2 Tl Blaubeerpulver
  • Schale einer Zitrone

 

Den Ofen auf 140 °C vorheizen. Die Mandeln und den Puderzucker vermischen und durch ein feines Sieb geben. Das Eiweiß schaumig schlagen und dann mit dem Zucker steif schlagen. Die Mandel-Puderzuckermischung vorsichtig portionsweise mit einem Spatel unterheben. Zuletzt das Blaubeerpulver unterheben.

Den Teig in einen Spritzbeutel füllen und Kreise in der Größe eines 2-Euro-Stückes auf einen Bogen Backpapier spritzen. Die Schalen für 15 Minuten ruhen lassen damit sich außen ein trockener Film bilden kann. Die Schalen für 12-14 Minuten backen und erst nachdem sie abgekühlt sind vom Backpapier lösen.

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Für die Ganache die getrockneten Lavendelblüten in der Sahne aufkochen und anschließend durch ein Sieb geben um sie wieder loszuwerden. Die Schokolade in Stücke brechen und mit der Sahne bei niedriger Temperatur schmelzen bis sich beides verbunden hat. Die Ganache abkühlen lassen und aufschlagen bis sie etwas heller wird. Die Marmelade und das Fruchtpulver unterheben und im Kühlschrank für einige Minuten abkühlen lassen bis die Masse eine schöne Konsistenz zum Spritzen hat. In einen Spritzbeutel mit großer Lochtülle geben und auf die eine Hälfte der Schalen spritzen. Die andere Hälfte der Schalen jeweils auf eine Schale mit Füllung setzen und beider leicht gegeneinander drehen bis die Füllung gleichmäßig verteilt ist.

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Macarons brauchen wirklich etwas Geduld aber es lohnt sich! Ich kann euch nur raten euch Aurelies Tipps und Tricks vor dem Backen durchzulesen (auch ihre Kochbücher sind eine Lektüre wert!). Das genaue Wiegen und Sieben der Zutaten ist der Schlüssel zum Erfolg. In einer hübschen Schachtel oder Tüte verpackt eignen die kleinen Köstlichkeiten auch als Geschenke – ich würde mich auf jeden Fall freuen…

Der Musiktipp kommt heute von Benjamin Booker, der letztes Jahr ein geniales Debütalbum rausgebracht hat:

Bake´n´Roll,

Schani

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